Hämorrhoiden sind häufig, aber es gibt noch andere proktologische Erkrankungen, die Sie hier aufgelistet sehen.

Fissuren

Schmerzhafte Schleimhautrisse im Analkanal, Fissuren, können, solange sie noch frisch sind, konservativ behandelt werden. Salben können das Leiden dauerhaft heilen.

Manchmal kann unterstützend Botox in den Schließmuskel eingespritzt werden.In fortgeschrittenen Fällen handelt es sich um chronische Wunden, die wie ein Geschwür vernarben. Dann hilft eine Operation.

Abzess und Fistel

Der Abszeß ist häufig die Folge einer Fistel, die sich entzündet hat. Er muß akut entlastet (aufgeschnitten) werden, damit der Eiter abfliessen kann. Die Fistel sollte dann entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt entfernt werden.

Manchmal zeigt sich eine Fistel auch durch anhaltende Sekretion aus einem Loch, neben dem Darmausgang. Wichtig für die Behandlung der Fistel ist ihr Verlauf durch den Schließmuskel. Deswegen ist neben dem erfahrenen Chirurgen auch eine genaue Diagnostik vor der Operation wichtig.

Die Fistel kann durch verschiedene Operationsmethoden beseitigt werden, entweder durch konventionelle Operation/Resektion, oder durch Implantation eines so genannten Analfistel Plugs, eines „Stöpsels“, der in den Fistelgang eingebracht wird. Die Operationsmethode mit dem Analfistel Plug ist schonender, die Heilungsquote ist nur bei etwa 60-70%.

Perianalthrombosen und Marisken

Perianalthrombosen oder Marisken sind Knoten/Hautfalten am Enddarm. Sie können in örtlicher Betäubung oder in kurzer Narkose entfernt werden, wenn sie stören. Sie können aber auch belassen bleiben. Machmal verschwinden sie wieder von selbst.

Darmspiegelungen werden nicht bei Dr. Wittig, sondern bei Gastroenterologen durchgeführt Über die Behandlung anderer Enddarmerkrankungen erfahren Sie weiters hier.

Condylome

Anale Condylome (Condyloma acuminata) oder Feigwarzen sind Knoten im Enddarm- und im Genitalbereich, die durch Viren (HPV, humanes Papillomavirus) übertragen werden. Es handelt sich um eine Infektion durch engen Kontakt mit einer infizierten Person, häufig durch Geschlechtsverkehr, z.B. Analverkehr. Der oder die Partnerin sollte deshalb auch untersucht werden. Die Infektion überträgt sich aber nicht ausschließlich sexuell. Die Erkrankung kann, wenn über einen längeren Zeitraum nicht behandelt, zu bösartigen Erkrankungen führen. In frühen Stadien gelingt eine Heilung medikamentös, bei ausgeprägter Feigwarzenbildung ist eine operative Entfernung der Knoten angezeigt.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden und andere Beschwerden im Enddarmbereich werden in unserer proktologischen Praxis in München seit Jahren erfolgreich behandelt.

Die Symptome bei Hämorrhoiden sind beispielsweise Juckreiz, Blutungen, Nässen, Brennen, Schmerzen und Knotenbildung.

Die genannten Symptome können aber auch auf andere Enddarmerkrankungen hinweisen, wie zum Beispiel die häufige Analthrombose und die schmerzhafte Analfissur, aber auch die Analfistel mit evtl. Analabszeß, schließlich auch bösartige Tumoren.

Wir sind spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Hämorrhoiden.

Wir behandeln Hämorrhoiden stadiengerecht und sehr schonend:

  • 1° Hämorrhoiden werden verödet durch Einspritzen einer Lösung, die die Hämorrhoiden schrumpfen lässt.
  • 2° Hämorrhoiden werden durch Abbinden mit einem Gummiband ausgetrocknet. Diese Methoden sind nahezu schmerzlos.
  • Auch bei 3° oder 4° Hämorrhoiden läßt sich eine Operation mit Schnitt häufig vermeiden. Eine moderne, schonende Methode ist die sog. „Doppler gesteuerten Hämorrhoidalarterienligatur (HAL)“ und „Mukopexie“, oder Recto-Anal-Repair (RAR):
    Mit einer Ultraschallsonde wird die Arterie, die die Hämorrhoiden mit (zuviel) Blut versorgt, unterbunden; die anhängende Hämorrhoide wird dadurch „trockengelegt“ und schrumpft. Durch eine zusätzliche Mukopexie, d.h. „Raffnaht“ können vergrößerte Hämorrhoiden, die bereits aus dem Enddarm hervorquellen, zusätzlich verkleinert und wieder in den Enddarm zurückgebracht werden. Nach diesem „Lifting“ sind Hämorrhoiden aussen nicht mehr zu sehen.